So, mal wieder die glänzende Idee gehabt, meinen eigenen Blog zu besuchen, sodass ich auch gleich gesehen hab, dass hier seit Ewigkeiten nichts mehr aktualisiert worden ist. Traurig, traurig. Deswegen wird das eben jetzt hier geändert.
Also, im November 2009 war ich in Frankreich. Bin mit der Christina Holzmüller mit dem TGV von Augsburg nach Paris gefahren. Von dort aus gings dann ein paar Minuten mit der Metro in Richtung Hotel, das wir nach einigem Suchen dann auch schließlich gefunden haben. Da haben wir auch gleich eine unserer Juroren kennen gelernt, Heejin Kim aus Vietnam, die in England studiert, und haben uns Abends dann noch ein wenig auf eigene Faust Paris angeschaut.
Am nächsten Tag sind wir dann zur Universität Science Po in Paris, wo wir dann offiziell begrüßt worden sind und uns erklärt worden ist, was wir tun müssen, wie alles läuft etc. Vormittags haben wir uns noch das französische Parlament angeschaut, nachmittags ging es dann zum Sightseeing nach Versailles. War echt super
Das Wetter war zwar leicht bewölkt, der Spiegelsaal war trotzdem sehr beeindruckend
Nachdem wir im Schloss alles angeschaut hatten, ging es noch raus in den Garten
Hätt ich später auch mal gerne.
Danach gings leider schon wieder zurück nach Paris. Im British Council gabs dann einen Sektempfang und wir wurden noch einmal von offizieller Seite begrüßt. Hier wurden dann auch langsam die ersten Bekanntschaften gemacht, man hat die ersten Namen gelernt, versucht sich die Länder zu merken, aus denen alle kamen und dabei versucht, auf Englisch möglichst selbstbewusst und sicher rüberzukommmen. Mit dem Bus ging es dann spät abends nach einstündiger Fahrt nach Le Havre, wo wir unsere Jugendherrberge bezogen. Christina und ich hatten das Glück, zusammen in ein Zimmer zu kommen, das wir dann auch für uns alleine hatten. Todmüde fielen wir an diesem Abend einfach nur noch ins Bett.
Am nächsten Tag ging dann auch schon das offizielle Programm so richtig los. Die erste General Session stand an. Das schlimmste daran war, dass die Eröffnungsreden gehalten werden mussten. Und das auf Englisch! Natürlich war ich nervös wie nochmal was. Vor allem weil ich das alles einfach gar nicht auswendig gelernt hatte… Aber irgendwann war auch das geschafft. Und dann konnte ich das ganze richtig genießen. Wir saßen also in diesem riesengroßen Konferenzraum mit modernen Mikrofonen, alle ihren Laptop vor der Nase – hat sich echt gut angefühlt
Nach einem Buffett zu Mittag ging es dann nachmittags auch schon mit den ersten Pillarsessions weiter. Und da ging es dann richtig zur Sache. Politische Statements wurden diskutiert, Lösungswege vorgeschlagen, heftige Debatten geführt und Kompromisse eingegangen. Das hat alles echt viel Spaß gemacht. Wir waren in der Economic Pillar einfach eine richtig motivierte Truppe, die zusammen konzentriert arbeiten, aber auch lachen und Spaß haben konnte. So sah das dann ungefähr aus:
Zum Abendessen gabs dann Crêpes soviel man wollte. Mit Nutella und Marmelade. Hätte drin baden können, so lecker waren die. Danach stand dann noch der interkulturelle Abend auf dem Programm, an dem jedes Land sich etwas ausdenken musste, um sein Land zu präsentieren. Wir waren ja immerhin 8 Deutsche, sodass wir da schon was auf die Beine gestellt haben. Ich hab mein Dirndl mitgenommen, die anderen haben ne Goethemaske mitgebracht und sich Touriklamotten angezogen, sodass wir dann unter tosendem Applaus im Publikum Gummibärchen verteilt haben. Die anderen hatten vor allem Powerpoint-Präsentationen ihrer Länder mitgebracht, was aber auch echt lustig war. Manchmal wusste man gar net, wie man je wieder hätte aufhören sollen zu lachen. Auch an diesem Abend sind wir erst sehr sehr spät und todmüde ins Bett gefallen.
Dann war auch schon der Donnerstag gekommen. Zum Frühstück gabs – wie immer – Baguette mit Marmelade, zum trinken: Kaba. Donnerstag Vormittag haben wir dann wieder in unseren Pillars verbracht und weiter an unserer politischen Erklärung gearbeitet. Außerdem bekamen wir die Möglichkeit, einem Spezialisten zuzuhören, der unserer Pillar Denkanstöße und weitere Lösungsvorschläge gab. Nachmittags ging es nach Fécamp, wo wir im Palais Bénédictine eine Führung bekamen und so alles über die Herstellung des Bénédictine erfuhren, eines berühmten französischen Schnapses. Im Anschluss gab es dort ein Buffett, in dem undefinierbare Häppchen serviert wurden, die sich später als Froschschenkel, Schnecken etc. herausstellten. Wenn ich das gewusst hätte…
Freitag war dann unsere letzte Pillar Session, die noch einmal sehr sehr viel Spaß gemacht hat. Wir haben unsere Schlusserklärung abgegeben, die wir während der letzten Tage erarbeitet hatten und hatten alle das Gefühl wirklich etwas gelernt zu haben. War also echt toll. Nachmittags sind wir dann durch Le Havre gefahren, haben uns den Hafen angeschaut und uns etwas über die Geschichte der Stadt erzählen lassen. Also ich muss leider zugeben… Le Havre ist eine der hässlichsten Städte, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Also wirklich überhaupt nicht sehenswert. Abends hatten wir heute mal ein bischen mehr Zeit, sodass wir diese dann mit unseren neuen Freunden verbringen konnten.
Der letzte offizielle Model ASEM Tag war dann auch schon wieder der Samstag. Vormittags hatten wir unsere letzte General Session, in der wir wieder aufgebrezelt in dem großen Konferenzsaal sitzen und unsere Schlusserklärung verteidigen durften. War nochmal richtig spannend, denn die verschiedenen Pillars hatten verschiedene Einwände, die zuerst noch diskutiert werden mussten.
Ok. Also die Laptopaufkleber waren ein bischen unpassend, aber mei
Nach der spannenden letzten Sitzung hatten wir uns einen sorgenfreien Nachmittag in Rouen redlich verdient.Nachdem wir die Stadt kennen gelernt und die historische Kathedrale besichtigt hatten, stand uns dort der Rest der Zeit zur freien Verfügung. Dann ging es abends zu einem Gala Dinner mit lustigen Darbietungen von Seiten der Juroren und Organisatoren. Insgesamt ein sehr gelungener Abschluss einer sehr lehr- und ereignisreichen Woche.
Am Sonntag folgte leider nur noch die Fahrt zurück nach Paris und vom Bahnhof nach Hause. Bleibt nur zu sagen.. Schade dass es nur so kurz war. In dieser Woche hab ich so viel gelernt, so viele tolle Menschen kennen gelernt, so viel gesehen. Und das alles für quasi umsonst. Echt spitze.
aso…. ganz vergessen.. wen ich vertreten hab? Na ist doch ganz klar….
… und das gerne jederzeit wieder. Die nächste Veranstaltung dieser Art kann kommen!


















Verfasst von Carina 














